Trio SousouffleGrotorkèstreEpistrophy Quartett ri










11. und 12. Juni:
Moers Jazz-Festival
2. - 16. September: Münster bleibt auf
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PRESSESPIEGEL



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Jazzpodium 2000
Hans Jürgen von Osterhausen

Eine europäische Begegnung
LE GROTORKÈSTRE
UND JOHANNES LEIS


Mit atemberaubendem Temperament, überschäumender Spielfreude, mitreißendem, kompaktem Klang und Tempo präsentiert sich das 32-köpfige Ensemble aus Valence, in der Region Drôme, am Rande der Alpen zwischen Burgund und der Provence, unter der Leitung von Etienne Roche, beim New Jazz Festival 2000 in Moers. Wie so oft bei diesem Fest eine Neuentdeckung, die dann ihren Weg durch Europa machte. In seiner eigenen Präsentation bezeichnet sich das 1994 gegründetet Ensemble als eine Zusammenkunft von passionierten Musikern, sowohl Amateure auf hohem Niveau wie auch professionelle Künstler, alle in der Welt der improvisierten Musik noch unbekannten Namen,. Fünf Trompeten, vier Posaunen, eine Tuba, ein Helikon, elf Saxophone aller Art, Klarinette und Flöte, dreimal Percussion und Schlagzeug, Violine, Gitarre, Bass, Vibraphon, Akkordeon und Kora: Das ist der Steckbrief dieser fulminant losspielenden Großformation.
Keine ausgefeilten intellektuellen Arrangements, sondern ein Rahmen, der das Temperament seiner Crew im Zaume hält, so viel gibt Etienne Roche vor, dessen eigener Auftritt wie der eines Dompteurs erscheint.
Klänge aus dem Variété, romanische Folklore, Ausflüge in die elektronische Welt eingeschlossen, manchmal an Gil Evans, vor allem seine letzten Jahre, erinnernd, prägen das Profil des Orchesters. Der kompakte Klang steht meist im Vordergrund, ist auch bei den solistischen Ausflügen dabei, wobei diese trotz der scheinbaren Namenlosigkeit ihrer Urheber alles andere als amateurhaft klingen. Im Gegenteil: Etienne Roche hat eine überzeugende Truppe zusammengestellt, die im Jahre 1997 ihre erste
CD "Le Grotorkèstre" (GTK 1530, Vertrieb Opaline Concerts, Pont de L'Isère. Oder über Montauk-Music) auf dem Markt gebracht hat, eine Produktion, die Konzept und musikalische Qualität, gemessen an dem Live-Auftrtt drei Jahre später, sehr genau wiedergibt. Jazz-Tradition, Tango, Musette, nordafrikanische Anklänge, bis hin zu einer entspannenden Fahrt durch das Bayou: so präsentiert sich ein neuer Stern am Himmel der ohnehin reichen französischen Jazzszene, ein Ensemble, das bis Pfingsten 2000 nie außerhalb der französischen Grenzen zu hören war. Die ersten Buchungen danach in Deutschland sind bereits erfolgt, z.B. für Münster. So wird denn der dreißig Meter lange "Grototobus", mit wenigen Handgriffen zu einer Open-Air-Bühne umzubauen, häufiger in Europa zu sehen sein.

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Mehr zufällig erhielt das Ensemble im Jahr 1998 Verstärkung aus Düsseldorf: Der Flötist und Baritonsaxophonist Johannes Leis musste familienbedingt nach Valence umziehen, versuchte in der dortigen Szene Fuß zu fassen und stieß zwangsläufig auf Etienne Roche und seine Truppe, bei der er sich inzwischen sehr heimisch fühlt.
Seit mehr als zehn Jahren ist Leis vor allem in der rheinischen Szene in Erscheinung getreten als ein Musiker, der versucht, die großen Möglichkeiten, die die improvisierte Musik auch in Grenzbereichen bietet, auszuschöpfen, der sich nicht in ein enges Konzept einbinden lässt. Als besonderern musikalischen Einfluß nennt er James Towsey , Herb Geller und das Raschèr Quartett. Die Klänge der Welt zwischen Ghana und Irland, aber auch multimediale Projekte, zum Beispiel in Verbindung mit Stummfilmen, prägen seine besondere Position. 1998 hat er ein eigenes Trio, unter dem Namen
"Trio Sousouffle" gegründet, mit dem Schlagzeuger Klaus Mages, aktuell am Rhein bekannt im Zusammenhang mit Norbert Steins Pata Music, und dem Bassisten Volker Heinze, den inzwischen Hartmut Kracht ersetzt hat. Das Trio war schon im Programm der Leverkusener Jazztage und des Hessen Jazz Festivals zu hören. Über seine besondere musikalische Position in den erwähnten Grenzbereichen der Avantgarde gibt nach der CD "Moondog" im Jahr 1991 mit dem "neuzeitlichen Abraham" New Yorks die 1998 aufgenommene Produktion mit dem aus der Neuen Musik kommenden Pianisten und Komponisten Bernd Wiesemann Auskunft (Wiesemann-Leis-Duo, "Musik dazwischen", Staccato CD 03. CD Bestellung : Music dazwischen).
Aus dem Bereich dieser sehr intellektuellen Musik nun noch einmal zurück in die temperamentvolle Welt von Le Grotorkèstre mt seinen eigenen Worten voller treffender Poesie:
"Les virtualtités de cette musique assez vertiginieuses voir déraisonnable...
Foisonnement de fulgurances indicibles, ce souffle expressionniste nous impressionne...
La musique onfle,
L'image s'irise,
Le chanson nait,
Et le temps se déhanche jusqu'à l'ultime note tant redoutée..."
Eine außergewöhnliche Begegnung mit der improvisierten Musik Europas.

Hans Jürgen von Osterhausen
(Zitat: Jazzpodium)


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